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Jennys Blog Klappe die 4.

Wilhelmshaven, 16. Juni 2011

  Foto: THW OV-Wilhelmshaven

Mittlerweile habe ich bei schon so einiges erlebt: Ich war bei einer Beleuchtungsübung auf dem Gelände der FH dabei. Wir haben den Parkplatz der Maritimen Konferenz beleuchtet. Als Statist für eine Übung der Johanniter und der Feuerwehr im Marinestützpunkt, habe ich eine Verletzte dargestellt. Bei einer THW-Übung im Bunker beim Westbahnhof, durften wir auch mitfahren. Meistens hab ich vorher keine Ahnung was mich erwartet. Das liegt übrigens höchstwahrscheinlich nicht daran, dass ich die Infos nicht bekomme, sondern daran, dass ich solche Sachen oft verschussele. Das war schon während meiner Schullaufbahn so.


So hatte ich auch an diesem Dienstag keine Ahnung von dem was kommt. Zuerst habe ich den Schlüssel für mein Spint verloren. Er war kurz vor Dienstbeginn einfach nicht auffindbar. Also entschloss ich mich, einfach ohne den Schlüssel loszugehen. Schließlich wollte ich ja zum Technischen Hilfswerk. Wenn mir da keiner helfen kann, ohne Schlüssel in mein Spint zu kommen, wo sonst.
Als ich ankam und meine Geschichte erzählte, war das Gelächter auch gar nicht so groß wie erwartet.
Anscheinend passiert das wohl öfter. Das Schloss wurde dann mit einem Bolzenschneider aufgemacht und ich konnte mich umziehen.

Bei der Anfangsbesprechung angekommen, wurde dann festgestellt, dass wir zu wenig Helfer in der Grundausbildung waren an dem Tag.
Mein Glück, so durften wir mit den anderen Retten aus Höhen und Tiefen üben.
Wir sind alle ins Marinearsenal gefahren. Dort gibt es einen Turm mit einer Plattform in circa 3m und einer auf - ich würde schätzen - ungefähr 12m Höhe.
Wir bekamen erst eine kleine Einführung in das Rettungs- und Abseilgerät von Rollgliss unter der 3m Plattform.
Da waren auch einige Helfer dabei, die schon länger im Dienst sind. Beim THW gilt, jeder das was er kann.
Bedeutet, wenn man zum Beispiel Höhenangst hat, dann muss man auch niemanden aus Höhen und Tiefen retten.
Macht auch irgendwie Sinn. Am Ende bekomm ich Angst an dem Seil und dann haben die Helfer nicht nur mit dem eigentlichen Problem zu tun,
sondern müssen auch noch mir helfen.

Aber zurück zum Rollgliss: Das System funktioniert so ähnlich wie ein Flaschenzug - bedeutet man muss nicht sein komplettes Gewicht hochziehen.
Mein Glück, ich hatte schon so meine Probleme mich da raufzuziehen. Man zieht sich selbst mit Hilfe eines Seilstoppgerätes nach oben.
Ich habe also das Seilstoppgerät immer wieder ein Stück nach oben geschoben und meinen Körper mit Hilfe einer Bandschlinge mit den Füßen hochgestemmt.
Das erst auf 3m Höhe und dann beim zweiten Mal ganz nach oben.

Höhenangst hab ich keine, aber ich muss zugeben, der Moment wenn man sein Gewicht wieder zurück in das Seil fallen lassen muss,
um sich abzuseilen, ist kein angenehmer.
Die Aussicht war aber traumhaft und wenn man sich dann wieder abseilen kann, ist es ein gutes Gefühl, es geschafft zu haben.
Nachdem fast alle einmal oben waren, haben wir den Kram eingepackt und sind zurück gefahren.

Ach und als Zusatzinfo: Jetzt hab ich ein Zahlenschloss. Es kann also zumindest so schnell nicht mehr passieren, dass mein Schloss aufgebrochen werden muss.

Interesse bekommen?

Sie haben Interesse am THW bekommen oder haben Fragen? Wir sind jeden Dienstag von 19 bis 22 Uhr in unserer Unterkunft für Sie erreichbar. Gerne können Sie vorab einen Termin vereinbaren.

Eine anwesende Führungsperson wird sich dann gerne um Sie kümmern und Ihre Fragen zum THW beantworten.

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