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Jennys Blog über die Grundausbildung Teil 5

Wilhelmshaven, 19. Juli 2011

  Foto: THW OV-Wilhelmshaven

In letzter Zeit hat man nicht viel von mir gehört. Das lag daran, dass ich eine ganze Weile krank war.
Also hab ich mich vom Dienst abgemeldet. Dafür wird einem nicht der Kopf abgerissen. Die Sachen aus der Grundausbildung, die ich verpasst habe, werden jetzt einfach mit mir nachgeholt. Wenn ich genau drüber nachdenke, wird einem eigentlich für FAST nichts beim THW der Kopf abgerissen.

Ich habe seit meinem ersten Tag beim THW Vorderachsen von LKWs angehoben, mein Türschloss aufgebrochen und geholfen riesige Parkplätze zu beleuchten.
In den letzten Wochen ist es zumindest für mich etwas ruhiger gewesen. Zum Wochenende an der Jade hatte ich frei und war nicht mit auf dem Wasser.
Ich wollte lieber privat drüber schlendern anstatt aufzupassen, dass keiner ins Wasser fällt. Auch das geht ab und an, wenn schon genügend Helfer in der Liste eingetragen sind. Schließlich bin ich ja noch in der Grundausbildung.

Wir bekamen Besuch, weil verschiedene Ortsverbände den Atemschutz-Lehrgang zusammen absolvieren und dieser fand an einem der Wochenenden in Wilhelmshaven statt.
Also haben wir unser altes Gebäude an einem der Dienstage oder besser DIENST-Tage ein wenig wohnlicher gemacht.
Dann wird auch mal der Lappen geschwungen und der Staubsauger benutzt, anstatt den Umgang mit der Kettensäge zu üben.

Zur Zeit sind wir dabei, den Ausbildungsplan abzuarbeiten. Das bedeutet, jede Woche ein neues Thema: theoretisch und natürlich auch praktisch.
So lerne ich in der einen Woche den Umgang mit Leitern, in der nächsten Holz- oder Metallbearbeitung. Dann sprechen wir über Materialbeschaffung, -verwendung und die dazu gehörigen Werkzeuge. Klingt langweilig, ist es aber nicht. Ich hatte vor zwei Wochen zum ersten mal eine Flex in der Hand. Eine große.
Wenn einer von uns mal was nicht verstanden hat, wird dieses Thema dann eben noch einmal durchgegangen. Falls einer gefehlt hat oder wie ich, krank war, ist das dann eben ein Wiederholungstermin für die anderen.

Sehr faszinierend dabei ist, wie mit den Themen beim THW umgegangen wird. OK, ich gebe zu, mit manchen Werkzeugen habe ich einfach noch nie gearbeitet. Aber Leitern zum Beispiel: Ich dachte eigentlich, dass ich in der Lage wäre eine Leiter zu benutzen und tue dies auch ab und an privat.

Beim THW ist das aber ein wenig anders. Eine Leiter, die ich zu Hause noch benutzen würde, weil die untere Sprosse fehlt und ich das weiß, darf dort nicht mehr verwendet werden. Auch muss man sie kenntlich machen, damit kein anderer Helfer sie mehr verwendet. Bis dahin alles verständlich. Sicherheit geht ja schließlich vor und zu Hause arbeiten ja meistens nicht so viele Leute mit einer Leiter. Aber zum Beispiel, dass man "letzte Sprosse" rufen muss, wenn einer die Leiter runter kommt. Privat würde mir das nicht im entferntesten einfallen. Ja Asche auf mein Haupt: Auch auf die Idee, dass ich mal mit einer Leiter zu tun hätte, die man nur zu zweit aufstellen kann, weil sie so groß ist, wäre ich irgendwie nicht gekommen.

Und das schlimmste: auch wenn mir "letzte Stufe" sehr logisch erscheint, weil die Person die da runter kommt ja gestresst und mit den Gedanken woanders sein könnte.
Zu Hause werde ich das auch in Zukunft lassen. Schließlich ist bei mir daheim das schlimmste was man auf der Leiter sehen kann ... eine Spinne in der Ecke.

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Sie haben Interesse am THW bekommen oder haben Fragen? Wir sind jeden Dienstag von 19 bis 22 Uhr in unserer Unterkunft für Sie erreichbar. Gerne können Sie vorab einen Termin vereinbaren.

Eine anwesende Führungsperson wird sich dann gerne um Sie kümmern und Ihre Fragen zum THW beantworten.

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