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Jennys Blog, Klappe die 6.

Wilhelmshaven, 09. September 2011

  Foto: THW OV-Wilhelmshaven

Die Prüfung kommt mit großen Schritten näher und näher. Jetzt sind es nur noch wenige Wochen bis wir unsere Grundausbildung beenden. Zumindest hoffe ich das.
An den letzten Wochenenden habe ich noch den nötigen Erste-Hilfe-Kurs bei den Johannitern besucht und bei der Feuerwehr haben wir im Rahmen unserer Ausbildung die Benutzung des hydraulischen Rettungssatzes geübt und mit Schere und Spreizer ein Auto auseinander geschnitten.

Dieser "Lehrgang" war an einem Samstag Vormittag. Zuerst haben wir bei frischem Kaffee ein wenig Theorie gelernt. Es wurden Fragen geklärt, wie die einzelnen Rettungswerkzeuge kategorisiert werden und wann man welches Werkzeug einsetzt. das war schon ganz interessant, aber am besten lernt man es ja, wenn man es gleich ausprobieren kann. Dazu hatte die Freiwillige Feuerwehr Bant einen alten Ford Escort Kombi vom Schrotthändler besorgt, an dem wir uns ausprobieren konnten:

Zuerst bockt man das Auto auf und lässt die Luft aus den Reifen, damit nicht der ganze Wagen samt den eingeklemmten Insassen andauernd erschüttert wird, wenn daran gearbeitet wird. Anschließend klebt man die Scheiben ab und macht sie eines nach dem anderen mit dem Federkörner kaputt. Das ist ein fabelhaftes Werkzeug. Man drückt damit nur gegen die Scheibe und schon springt sie. Danach kann die vorher abgeklebte Scheibe herausgenommen werden.

Wenn das alles geschehen ist (wir haben die Reifen nicht zerstört, damit der Abschlepper das Auto später einfacher wieder aufladen kann), kommen erst Schere und Spreizer zum Einsatz. Uns wurde Schritt für Schritt der komplette Aufbau erklärt und dann konnten wir loslegen: erst die Türen öffnen, dann die Gurte zertrennen und alle Holme zerschneiden um das Dach runter zu heben.

Am Ende hatten wir das Auto halb zerlegt. Mal ganz ehrlich, wann darf man das schon mal machen. Ich weiß, auch bei uns ist es nicht sonderlich beliebt am Wochenende morgens aufzustehen. Aber das hatte sich ja wohl gelohnt. Als wir alles wieder zusammen gepackt hatten und im Wagen verstaut hatten, durften wir uns noch die bauähnlichen Geräte aus den Feuerwehrwagen angucken. Um bestmöglich vorbereitet zu sein, üben wir gleich mit denen vom THW. So lernen wir nämlich gleich mit den Dingen umzugehen, die uns auch im Einsatz dann zur Verfügung stehen.

Zum Abschluss durften wir noch mit der Drehleiter der Feuerwehr in 30 m Höhe fahren und mal austesten, wie die Luft und das Gefühl da oben so ist. Das gehört nicht zur Ausbildung beim THW, aber wenn wir schon einmal da waren, haben wir die Chance genutzt.

Den Großteil der theoretischen und praktischen Übungen haben wir jetzt schon hinter uns, das merkt man auch daran, dass ich zum Beispiel letzte Woche schon zum zweiten Mal bei der Feuerwehr zum Personen löschen war.
Aus der THW-Jugend sind auch schon neue Helferanwärter in die Grundausbildung nachgerückt.
Das bedeutet auch, dass es jetzt ans Lernen geht. Am 24. September ist es dann soweit. Wünscht uns Glück ... oder besser Erfolg. Glück brauchen wir nicht, wir sind ja gut ausgebildet.

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Sie haben Interesse am THW bekommen oder haben Fragen? Wir sind jeden Dienstag von 19 bis 22 Uhr in unserer Unterkunft für Sie erreichbar. Gerne können Sie vorab einen Termin vereinbaren.

Eine anwesende Führungsperson wird sich dann gerne um Sie kümmern und Ihre Fragen zum THW beantworten.

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