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Große Suchaktion in Heppenser Groden

Wilhelmshaven, 11. November 2014

  Foto: THW OV-Wilhelmshaven

Zu einer letzten gemeinsamen Übung in diesem Jahr kamen die Johanniter des Ortsverbandes Wilhelmshaven, das Technische Hilfswerk (THW), die Freiwillige Feuerwehr Rüstringen und die Rettungshundestaffel Wilhelmshaven (BRH) im Bundeswehr-Logistikzentrum in Wilhelmshaven zusammen. Thema der Übung war eine Suchaktion nach mutmaßlich verletzten Jugendlichen, die nach einem fiktiven Unfall mit Fundmunition vermisst wurden.

An einem dunklen und diesigen Novemberabend bot sich Außenstehenden ein gruseliger Anblick auf das Gelände in Heppenser Groden. Der sonst so ruhige Nachthimmel wurde von Blaulicht durchzuckt, die Geräusche eines Stromerzeugers störten die Stille. Im Wald herrschte dichtes Gedränge, unzählige Reflexstreifen und die Lichter von vielen Taschenlampen bewegten sich durch das Unterholz und liessen auf nichts Gutes hoffen. Als Rufe, Hundegebell und Meldungen aus Funkgeräten ertönten, herrschte Gewissheit: Hier sind Einsatzkräfte auf der Suche nach Vermissten. Für Gesamteinsatzleiter Sebastian Wensing war dies ein gutes Zeichen. Er wusste, dass die Übung bereits in vollem Gange war und sich alle Einsatzkräfte im Gelände befanden. Wensing, Ortsbrandmeister der Feuerwehr Rüstringen, koordinierte gemeinsam mit seinem Kollegen vom THW, Harald Brunhorn, die Suchaktion vom Parkplatz am Rüstringer Berg aus.


Sie waren es auch, die sich das Szenario von vermissten Jugendlichen nach einem Unfall mit Fundmunition ausgedacht haben. Die Suche der Einsatzkräfte begann beim Parkplatz am Logistikzentrum. Ihnen wurde nur mitgeteilt, dass sich die Jugendlichen mit Schocksymptomen und Verletzungen in dem weitläufigen Waldareal befinden. Den ersten Suchtrupp koordinierte Andre Athen (OF7) mit Unterstützung von Florian Hodel (OF7) und Dennis Bender (THW). Sie leiteten den Einsatz im sogenannten Abschnitt 2, nördlich des Marinestützpunktes. Im Abschnitt 1, einem Waldstück am Rüstringer Berg, wurden die Such- und Rettungsmaßnahmen durch Tobias Tautenhahn (OF7), Heinz Bohn (BRH) und Merle Salamon(JUH) koordiniert. Hier wurde auch der erste Vermisste am Waldrand aufgefunden, von den Einsatzkräften erstversorgt und zum Rüstringer Berg transportiert.


Eine Stunde später wurde der nächste Verletzte tief im Unterholz liegend aufgefunden und aufwändig aus seiner misslichen Lage befreit. Den dritten Vermissten versteckten die Initiatoren des Ausbildungsdienstes, Arend Sanders (JUH), Michel Schelske (THW) und Malte Schröder (OF7), gezielt außerhalb des anfangs definierten Hauptgebietes. Nachdem diese Person nach anderthalb Stunden weiterhin als vermisst galt, wurde das Übungsgebiet ausgeweitet und alle 47 Einsatzkräfte und vier Hundeführer in gemischten Trupps zur Flächensuche eingesetzt. Nach einer halben Stunde fanden die Einsatzkräfte die vermisste Person und transportierten sie zu einem bereitstehenden Rettungswagen.



Alle beteiligten Hilfsorganisationen zogen ein positives Fazit. Ihnen wurde nochmal bewusst, wie konzentriert Suchmaßnahmen durchgeführt werden müssen, um insbesondere im Unterholz niemanden zu übersehen. Die Initiatoren waren zufrieden und lobten die gute Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen.

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